Spezielle Situationen

Kratzbrett & Kratzmatte: sinnvolle Ergänzungen

Ein Kratzbaum deckt einen Punkt der Wohnung ab – gekratzt wird aber im ganzen Revier. Kratzbretter und -matten bringen das Kratzangebot genau dorthin, wo es gebraucht wird: an den Türrahmen, die Sofalehne, auf den Lieblingsteppich.

Horizontal- und Vertikalkratzer

Katzen haben Kratzvorlieben: Die meisten arbeiten bevorzugt vertikal in voller Streckung am Stamm – manche aber genauso gern oder lieber horizontal am Boden, mit durchgedrücktem Rücken über Teppich oder Fußmatte gezogen. Wer nur einen Baum anbietet, lässt die zweite Gruppe leer ausgehen; deren Kratzen landet dann auf dem Teppich. Die Konsequenz ist einfach: beide Ebenen anbieten – der Baum für die Vertikale, Boards und Matten für die Horizontale. Warum Katzen überhaupt so unterschiedlich kratzen, erklärt der Guide Warum kratzen Katzen?.

Die Typen im Überblick

Strategische Platzierung: Türrahmen, Sofa, Laufwege

Bretter und Matten wirken dort, wo bereits gekratzt wird oder werden will:

In kleinen Wohnungen sind Wandbretter oft die einzige Möglichkeit, mehrere Kratzpunkte zu schaffen, ohne Stellfläche zu opfern – konsequent weitergedacht wird daraus eine ganze Kletterwand.

Montage: fest ist Pflicht

Für Kratzmöbel an der Wand gilt dieselbe Regel wie für Bäume: Was nachgibt, wird gemieden. Ein Brett, das beim Kratzen klappert oder sich löst, ist nach zwei Versuchen erledigt. Verschraube Wandbretter mit Dübeln (Klebelösungen nur auf tragfähigem Untergrund und nur bei leichten Boards), und prüfe die Montage mit kräftigem Zug von schräg unten – so zieht auch die Katze.

Vertikale Nachrüstung

Sisal-Kratzbrett zur Wandmontage

  • Massive Trägerplatte mit fest verklebtem Sisal
  • Nutzbare Kratzlänge ab 60 cm für die volle Streckung
  • Verschraubte Montage mit verdeckten Schraubpunkten
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Wellpappe-Boards zusätzlich fürs horizontale Kratzen einplanen – sie sind bewusst günstige Wechselware.

Verschleiß einkalkulieren

Bretter und Matten sind Verbrauchsmaterial – und das ist gut so: Ein sichtbar durchgearbeitetes Board heißt, dass es genutzt wird statt des Teppichs. Wellpappe wird gewechselt, sobald sie tief ausgehöhlt ist und krümelt; Sisalbretter lassen sich wie Stämme neu bewickeln oder bekleben. Wichtig beim Austausch: das alte Board erst entfernen, wenn das neue daneben etabliert ist – Katzen hängen an ihren markierten Stellen.

Häufige Fragen

Ersetzt ein Kratzbrett den Kratzbaum?

Nein – es fehlen erhöhte Liege- und Aussichtsplätze, die zum Kernbedürfnis gehören. Bretter und Matten sind die Flächenversorgung im Revier; der Baum bleibt der zentrale Kratz- und Ruheplatz.

In welcher Höhe montiere ich ein Kratzbrett am besten?

So, dass sich die Katze in voller Streckung abarbeiten kann: Oberkante etwa auf 80–100 cm, bei großen Katzen höher. Die untere Kante darf ruhig knapp über dem Boden liegen – so wird die gesamte Länge genutzt.

Wie oft muss ich ein Wellpappe-Board austauschen?

Je nach Kratzfreude alle paar Monate: gewechselt wird, wenn die Wellen tief ausgehöhlt sind und das Board stark krümelt. Viele Boards lassen sich wenden und halten so doppelt so lange.